19
Apr
2017
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Wusstet ihr schon, …

… dass der Polterabend eine der ältesten Hochzeitsbräuche überhaupt ist, dass Reis das Symbol für Fruchtbarkeit ist und dass der Brautschuh etwas mit Sparsamkeit zu tun hat?

Hier erfahrt ihr mehr über Wissenswertes, Bräuche und Hochzeitsmythen:

Der Polterabend …

… ist einer der ältesten Hochzeitsbräuche überhaupt und geht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Er findet traditionell am Tag vor der Hochzeit statt. Das Zerschlagen von Steingut oder Porzellan bildet dabei die Hauptattraktion und soll böse Geister vertreiben und dem Brautpaar zu gemeinsamem Glück verhelfen. Ein traditionelles Gericht ist hierbei die Hühnersuppe, da Hühner auch als Symbol für Fruchtbarkeit stehen.

Aber Achtung! Bloß kein Glas zerschlagen, denn Glasscherben bringen Unglück!

Besonders im norddeutschen Raum ist im Rahmen des Polterabends der Brauch verbreitet, um Mitternacht die Hose des Bräutigams zu verbrennen, um symbolisch die Junggesellenzeit zu beenden. Die Asche wird dann zusammen mit einer Schnapsflasche vergraben. Nach einem Jahr wird die Flasche dann wieder ausgegraben und gemeinsam getrunken. Zusätzlich werden die Schuhe der Braut an einen Baum genagelt, dahinter steckt die Idee, die Braut vorm „Davonlaufen“ abzuhalten.


Der Reis …

… ist das Symbol für Fruchtbarkeit. Nach der Trauung in der Kirche wird das Ehepaar von den spalierstehenden Gästen damit beworfen. Dies drückt den Wunsch nach einer fruchtbaren und kinderreichen Ehe aus. Alternativ pusten die Gäste oft Seifenblasen oder lassen Helium-Herzluftballons in den Himmel steigen. Die Luftballons werden mit dem Namen und der Adresse des Ehepaares versehen, damit der Finder des Ballons dem Paar Glückwünsche zusenden kann.


Der Brautschuh …

…. hat etwas mit Sparsamkeit zu tun. Der Schuh der Braut ist das begehrteste Objekt und besitzt großen symbolischen Wert. Nach traditionellem Brauch steht er für die Sparsamkeit der Braut, die sich das Geld dafür, meist in Cent-Münzen, mühsam zusammengespart hat. An der Hochzeitsfeier kann der Brautschuh dann auch entwendet und versteigert werden. Der Bräutigam sollte hierbei aber der Höchstbietende sein und kann so den Schuh, samt des bisher gebotenen Geldes, zurückerobern.


Die Brautentführung …

… gab es schon im Mittelalter. Hier waren die Leibeigenen noch Besitz der Adligen oder des Klerus, welche daher dem Mythos zufolge das Recht hatten, ihre weiblichen Untergebenen in der Hochzeitsnacht zu entführen und noch vor dem Bräutigam zu entjungfern. Aus diesem bitteren Ernst wurde mit der Zeit Spaß und heutzutage entführen Freunde des Paares die Braut, um sich einen Scherz mit dem Bräutigam zu erlauben. Dieser muss seine Liebste dann durch verschiedene Aufgaben und Darbietungen auslösen und zu sich zurückholen.

Beitragsfoto: www.tsart.de

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