Sandra & Armin

Unsere Traumpaare

Mafia-Motto-Hochzeit

„Als er Ja sagte, war das der intimste und emotionalste Moment unserer Zweisamkeit!“, so die Antwort von Sandra Tognazza auf die Frage, was für sie der bewegendste Moment ihrer Hochzeit war. Die gebürtige Italienerin aus einem Dorf in Kalabrien und ihr Mann Armin, der aus Arbon auf der Schweizer Seite des Bodensees stammt, wussten noch ein Jahr vor ihrer Hochzeit nicht, dass sie am 22. August 2014 die coolste und „mafiöseste“ Feier ihres Lebens erleben sollten.

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„Jemanden lieben heißt, als Einziger ein Wunder begreifen, das für alle anderen unsichtbar bleibt.“

(Zitat aus Der Pate I)

Wie alles begann: Armin, der Bräutigam, weigerte sich vehement, eine Weddingplanerin zu konsultieren. „Für mich geht das gar nicht“, meinte er. „Furchtbar, diese ganzen Fernsehsendungen über das Thema und das ist doch eh nur eine Abzocke. Hier bekommen Leute für ein bisschen Organisieren viel Geld!“ Seine zukünftige Frau hatte es nicht leicht, ihn zu überzeugen. Erst als Marija Peic ins Spiel kam und er bei einem guten Kaffee von ihren Recherchen und Ideen zur Mottohochzeit hörte, hatte er ein gutes Gefühl und ließ sich von der Arbeit der Weddingplanerin überzeugen. „Ich wusste nicht, wie viel Arbeit in einer Hochzeitsplanung steckt. Und ganz besonders die Details … Marija zu engagieren war das Beste, was uns für unsere Hochzeit passieren konnte“, berichtete Armin freudig.

„Du darfst nie einen Menschen, der nicht zur Familie gehört, merken lassen, was du denkst.“

(Zitat aus Der Pate I)

Mafia? Die 20er- und 30er-Jahre?: ein kniffliger Dresscode!

Als nicht ganz ohne stellte sich der in der Einladung klar eingeforderte Dresscode für die Mottohochzeit heraus. „Wir wollten das Mafia-Motto so authentisch wie möglich gestaltet haben, kein Fasching, kein Karnevall. Das Thema sollte sich geschmackvoll in der Garderobe der Gäste widerspiegeln“, so das Paar im Gespräch mit der TRAUMZEIT. Die Gäste waren erst ziemlich überfordert. Ganz besonders die Damen der Hochzeitsgesellschaft wussten erst nicht so recht, wie sie an die passende Garderobe gelangen sollten. Die Mutter von Sandra wurde im Stadttheater von Basel fündig und lieh sich dort das passende Outfit. Die anderen Damen suchten im Schrank oder im Internet. Die Herren hatten es da einfacher: Mit ein paar Accessoires wie zum Beispiel Hüten, Fliegen, Hosenträgern und passenden Schuhen war der gewünschte Dresscode fast perfekt.

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Aber die Skepsis in Bezug auf das Mafia Motto haftete noch weiter an dem ein oder anderen. Wie der Vater so der Sohn. War der Sohn schon überzeugt, war hingegen der Brautvater noch voll Sorge über das Motto: „Heiraten ist eine ernsthafte Angelegenheit. Da kann man doch so was nicht machen.“ Und irgendwie empfand so manch anderer Gast und Familienmitglieder ebenfalls so.

Und dann gab es noch eine Sache, die dem Brautpaar Sorgen machte: „Die Knarren wollten wir erst gar nicht. Die Kriege und Kämpfe auf der Welt: Schlimme Zeiten, das gab uns doch zu denken.“ Jedoch, wie man auf den Bildern sehen kann, gaben diese Accessoires auf den Fotos das i-Tüpfelchen für eine Hochzeit alla Al Capone. Die natürlich nicht echten Knarren waren Paintball-Gewehre, hinzu kamen Handschellen, Geigenkästen und Zigarren. Übrigens eine prima Idee versteckte sich hinter dem Geigenkasten: Eine zelebrierte „Schwarzgeld“- Übergabe entpuppte sich als im Geigenkasten befindliches Hochzeitsgeschenk: etliche 10-SFr-Noten zu dicken Bündeln gerollt.

Und dann am Tage der Hochzeit lösten sich in der ersten Stunde dank schönem Wetter, der wunderbaren Trauzeremonie und den tollen Motto-Ideen alle Sorgen und Bedenken in Wohlgefallen auf, und es entwickelte sich eine regelrechte Hochzeitseuphorie. Die Rollen wurden eingenommen und das Schloss wurde von begeisterten Mafiabräuten und Gangstern erobert.

 

„Der reichste Mann ist immer der, der die mächtigsten Freunde hat.“

(Zitat aus Der Pate III)

Von der Hochzeitstorte, der Candybar über die Live Musik mit Klavier bis hin zum exklusiv aus Berlin angereisten Croupier mit Roulette-Tisch und Black-Jack-Spiel wurde das Motto stündlich getoppt. Der Rausch des Spielens überkam die Gäste trotz Spielgeld, denn am Ende winkte der Gewinn einer 80 Euro wertvollen Champagnerflasche. Großstadtfeeling der 20er- und 30er-Jahre pur! Alle Ideen stammten von Marija Peic. Die Weddingplanerin fragte bei jedem Vorschlag bei dem Brautpaar an: „Passt das in Euer Budget?“, und so fühlten sich die zwei bald Vermählten wunderbar bei ihr aufgehoben. Als weiteres Highlight und doch auch irgendwie passend zum Motto organisierte Marija Blues Brothers Doubles aus Zürich. Und die Stimmung stieg immer weiter …

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Als dann die TRAUMZEIT beim Interview für das Magazin auch Armin, der übrigens im richtigen Leben Lokführer bei der Turbo AG, Depot Kreuzlingen ist, nach seinem Highlight der Hochzeit fragte, gab es zwei Aussagen, bei denen er mit seiner Begeisterung nicht hinterm Berg halten konnte: „Bei der freien Trauung, als ich meine gleich angetraute Frau gesehen habe, wie sie auf mich zukam, rutschte mir das Herz fast in die Hose und mein Puls war auf 180. Das war unglaublich schön, sie zu sehen.“ Und das nach über 22 Jahren Beziehung. Ganz jung kamen die heute 37-Jährige und der mittlerweile 39-Jährige zusammen. Ein Jahr waren sie befreundet, bis es dann irgendwann gefunkt hat. „Wenn ich ehrlich bin, wusste ich aber vom ersten Augenblick an, dass sie die Richtige ist“, meinte Armin verschmitzt, „wie sie damals an mir vorbei rauschte in ihrer Latzhose und frech wie sie war mit ihrem italienischen Charme, das hat mir gefallen!“

„Ein Mann, der keine Zeit mit seiner Familie verbringt, ist kein richtiger Mann.“

(Zitat aus Der Pate II)

Und das gipfelte 2014 für beide in eine furiose, maifiöse Hochzeit. „Das war das Genialste, was ich je erlebt habe“, schwärmt Armin weiter, „dieses mitreißende Zusammengehörigkeitsgefühl, welches bei unserer Hochzeit mit den Freunden und der Familie durch das Motto entstand, ist unbeschreiblich. Wir waren in einer anderen Welt, in der Zeit zurückversetzt, das war einfach unglaublich.“

 

Was für einen Spaß hatten wir beim Aussuchen der Bilder und dem Gespräch mit Sandra und Armin Tognazza, die heute in Utwil glücklich zusammenleben. Danke Euch, dass Ihr die TRAUMZEIT und die Leser an den tollen Hochzeits-Momenten in Wort und Bild habt teilhaben lassen. Das macht sicher anderen kreativen Brautpaaren Mut, auch mal andere Wege für eine Traumhochzeit zu beschreiten.

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Weddingplaner-Tipp:

Eine tolle Idee für die Platzkarten brachte Marija Peic in die Motto-Hochzeit mit ein: Eine Schiefertafel wurde mit dem Datum der Hochzeit und dem jeweiligen Namen des Gastes versehen und dann gleich am Anfang der Hochzeitsfeier vom Gast gehalten, der eine cool Pose passend zu seiner Rolle eingenommen hatte und vom anwesenden Fotografen abgelichtet wurde. Ein kleiner mitgebachter Drucker mit Fotopapier druckte die diversen Motive, die dann in rahmenlose Plexiglasaufsteller gesteckt und auf dem jeweiligen Tisch platziert wurden.