Karola & Rainer Wöhrstein

Unsere Traumpaare

Eine Hommage an seine Frau

Als der Profifotograf und Unternehmer Reiner Wöhrstein nach 17 Jahren am 7.7.2017 seine Karola heiratet, stecken da nicht nur unglaublich viele Siebener drin, sondern vor allem auch viel Liebe und Vertrauen. Fast mehr als je zuvor.

Eigentlich hört es sich ganz einfach an, als Karola und Reiner Wöhrstein das Rezept für ihre Beziehung verraten:

„Wir sind beide Menschen des Wortes. Wir kommunizieren viel miteinander. Offen und ehrlich. Wir schätzen uns einfach gegenseitig.“

Ein festes Band, das auch nach 17 Jahren allem stand hält und täglich aufs Neue viel Freude bereitet. „Schon bei unserem ersten Treffen hat es ganz schön geraschelt“, erinnert sich Karola lachend zurück. Freunde sagen schon bald, zwischen die beiden passe kein Blatt Papier. Und dennoch dauert es 16 ½ Jahre bis zum Heiratsantrag. Die Planung der Traumhochzeit hingegen war dann Sache von nur wenigen Monaten. Dank des ausgeklügelten Masterplans von Reiner. Doch der Reihe nach.

Der Heiratsantrag

Karola und Reiner hatten sich auf einer Geburtstagsfeier kennengelernt. Die gelernte Friseurin, heute leidenschaftliche Modeberaterin bei Jeans In in Konstanz, war im Frühjahr 2000 zur 50er-Feier ihres damaligen Chefs geladen. Freund und Kunde Reiner Wöhrstein ebenso. Man kannte sich vom Sehen aus dem Salon und – da nicht unsympathisch – kam rasch ein kurzweiliges Gespräch auf. Das vertieften die beiden wenig später im Öschberghof-Resort in Donaueschingen. „Wir haben uns gegenseitig unsere Vita erzählt. Das war irre spannend!“ so Reiner, der beim Erzählen jeden einzelnen Moment nochmals intensiv zu durchleben scheint. Für die Seelenverwandten ist klar, dass sie sich wiedersehen.

Was folgt sind 17 intensive Jahre in einer Wochenendbeziehung. „Das ist perfekt, wenn man im Business steckt“, so Reiner Wöhrstein, der als Profifotograf viel unterwegs ist und zudem in Singen ein renommiertes Fotofachgeschäft in dritter Generation betreibt. Dazu kommt, dass beide aus früheren Beziehungen Kinder haben. Reiner kümmerte sich um Sohn Thomas, heute 31 und ebenfalls Fotograf, Karola hat Sohn und Tochter in ähnlichem Alter. „Obwohl sich alle verstehen, haben wir bewusst keine Patchwork-Familie daraus gemacht. Jeder hat seine Kinder groß gezogen und fürs Leben vorbereitet“, so Karola.

Nach Abschluss der Formalitäten für den Einstieg von Sohn Thomas als Mitgesellschafter in die Firma war es 2016 dann soweit: im Öschberghof machte Reiner seiner Karola schließlich den Heiratsantrag. „Ich habe gewusst, dass sie sich nach einer Heirat sehnt“, schmunzelt er und freut sich noch heute sichtlich, wenn er sagt, dass diese Heirat eine Hommage an seine Frau sei. „Ich wollte einmal richtig Prinzessin sein“, ergänzt Karola lachend. Und so wird die Hochzeit quasi Reiners Geschenk an seine Frau.

Die Planung

Von da ab geht alles erstaunlich schnell. Reiner, der nicht nur mit Leib und Seele Fotograf und Händler ist, sondern auch Marketingspezialist, erstellt einen sogenannten Masterplan. Wedding-Planing do it yourself sozusagen. „Unsere Kinder hatten dabei Priorität“, so die beiden. Und so wird zunächst der Termin mit allen dreien abgestimmt. Dass dabei der 7.7.2017 für die standesamtliche Trauung herauskommt, ist allerdings eher Zufall. Doch nach 17 Jahren soll das wahrscheinlich einfach so sein.

Als der Termin steht folgt allerdings eine Herausforderung: wer fotografiert denn, wenn der Fotograf heiratet und der Sohn, ebenfalls Fotograf und sogar auf Hochzeitsfotografie spezialisiert, einfach nur Gast sein soll? „Über die Wedding-Photography hat sich Thomas mit Guido Grauer aus Schaffhausen befreundet. Er ist mittlerweile ein Freund des Hauses und ebenfalls ein absoluter Profi wenn es um Hochzeitsfotografie geht“, so Reiner Wöhrstein. Glücklicherweise hat Guido an besagtem Wochenende Zeit.

Nächster wichtiger Punkt: der Pfarrer. Da Karola mit der Paulusgemeinde in Singens Südstadt seit Jugendjahren eng verbunden ist, ist klar, dass Pfarrer Dietmar Heydenreich den kirchlichen Segen geben soll. Der sagt auch prompt für den 8.7.2017 zu. Das Termingerüst steht. Da die beiden ihrem Wohnort Engen, Reiners Heimatstadt, wortwörtlich eng verbunden sind, machen sie sich selbst die Vorgabe, dass alles regional sein soll.

„Wir fühlen uns so wohl in Engen und sind hier so verwurzelt.“

Zudem war Reiner Wöhrstein 20 Jahre lang dort Stadtrat. Freund und Bürgermeister Johannes Moser übernimmt daher gerne in Engen die amtliche Trauung zum 7.7.2017.

Als es an die Gästeplanung geht sind Karola und Reiner erstaunt, wie viele Leute zusammen kommen: Familie, Verwandtschaft, Freundeskreise, politische und geschäftliche Partner – am Ende gehen 124 Einladungen raus. Alle selbst gemacht. Zunächst ein „Save the Date“, später dann die detaillierte Version mit Antwortkarte zur besseren Planung. Alles im selben Stil gestaltet, was sehr professionell und hochwertig wirkt. Die Einladung mit einem Paarfoto in schwarz-weiß und einem deutlichen YES in Metallic-Rot, die Dankeskarten später ebenfalls in schwarz-weiß mit einem roten DANKE.

 

Nach 102 Zusagen muss nun eine Location gefunden werden. Das neu eröffnete Hotel Engener Höh kommt da gerade recht. Verkehrsgünstig an der Autobahn-Rastanlage Hegau gelegen bietet es eine traumhafte Aussicht auf Engen und die Hegauberge sowie in den Konferenzräumen genügend Platz für die Hochzeitsgesellschaft der Wöhrsteins. Hotel-Geschäftsführerin Iris Brütsch hilft bei der Essensplanung. Eingedeckt wird an großen runden Tischen, wobei das Brautpaar nebeneinander separat an einem Zweier-Tisch sitzt.

„Da haben wir uns aus Italien inspirieren lassen“

Und so haben die beiden die Möglichkeit mit den Gästen, aber trotzdem ein wenig intim in Ruhe speisen zu können. Zum Thema Dekoration gibt die Braut schließlich ihre Vorstellungen an das Hotel, etwa die Art der Blumen, was am Ende ohne Probleme umgesetzt wird. Die Wöhrsteins sind begeistert. In nur einem Gespräch vor Ort ist alles geklärt. „Es war perfekt. Wir können das Hotel nur loben. Die Mitarbeiter sind Perlen.“

Die Feier

Am ersten Freitag im Juli 2017 können die beiden dann, dank der guten Planung, relativ entspannt zum Engener Standesamt gehen. In kleiner Runde mit den Kindern als Trauzeugen geben sich Karola und Reiner nach 17 Jahren das Ja-Wort. „Es war sehr ergreifend“, erinnern sie sich gerne zurück. Das Festessen findet in der Kapuzinerstube in Engen statt.

 

Am großen Festtag am 8.7. kommt um 13 Uhr der Fotograf, um die Vorbereitungen zur Trauung festzuhalten. Um 15.30 Uhr dann schließlich das Einlaufen mit dem Pfarrer in die Kirche. „Das war ein ganz erhebender Moment“, schwärmt Karola, für die ihr „Prinzessinnen-Traum“ in Erfüllung geht. Die Familie ist in den Gottesdienst integriert, die Kinder sprechen Fürbitten und so bekommt alles einen sehr persönlichen Rahmen. Anschließend wird in der Engener Höh gefeiert. Zur schönen Aussicht kommt ein Wetterspektakel über den Hegaubergen mit Sonne und Hagel. Die beiden nehmen es gelassen.

„Das Wetter ist so spannend und abwechslungsreich wie unser Leben.“

Das Musikduo Tico Tico mit Roland Ittner an den Instrumenten und Nadine Ittner als „Paula Zimstern“ unterhalten die Hochzeitsgesellschaft, mit Comedy und Musik verschiedener Stilrichtungen von frankophil und italienisch bis zu 80er-Hits nach den Wünschen des Brautpaares, bestens. Als Gastsänger schaut am Abend noch Hubertus von Garnier vorbei und als „Love is in the air“ als Hochzeitstanz zum Besten gegeben wird, steht der anschließenden Party nichts mehr im Wege. Bis zwei Uhr am Morgen wird durchgefeiert.

„Es war für uns die perfekte Hochzeit“

Erinnern sich die Wöhrsteins glücklich zurück. „Wir haben alles sehr bewusst erlebt. Alles war im Fluss.“ Schöner kann die Bilanz des schönsten Tages im Leben gar nicht sein.

Tipp für die Fotos:

Wo und wie wird nun ein Fotografen-Hochzeitspaar fotografiert? Ganz entspannt nach dem Urlaub: im Rahmen eines „After-Wedding-Shootings“. Sensationell schön im Engener Museum im Kloster St.Wolfgang.

Text: Tanja Horlacher
Fotos: Guido Grauer + Foto-Wöhrstein