Jana & Claudio Egli

Unsere Traumpaare

Die Mischung macht’s

Er aus der Schweiz, sie aus Deutschland – in der Bodenseeregion eigentlich keine Seltenheit, und trotzdem treffen bei diesem Traumpaar verschiedene Kulturen aufeinander. Für Jana und Claudio Egli ergab und ergibt sich so die perfekte Mischung für ihre Beziehung, die sie im Juni mit einer Traumhochzeit krönten. Klar, dass die beiden dann auch in beiden Ländern heiraten wollten, um ihre Verbindung zu feiern.

Für ihre Hochzeit wurde darum auch einiges „gemischt“ und vieles selbst gebastelt und geplant, aber auch Gekauftes integriert; Jana und Claudio setzten auf neue und gebrauchte Utensilien, hochwertige Dienstleister und Produkte, fuhren aber auch mit der gesamten Hochzeitsgesellschaft preisgünstig Bus – alles in allem eine perfekte Mischung für eine Traumhochzeit.

„Die berühmte Liebe auf den ersten Blick!“

Vor fünf Jahren lernten sich die beiden kennen: In einem Konstanzer Club war es die berühmte Liebe auf den ersten Blick. Der Landschaftsarchitekt und die Psychologiestudentin waren sich von Beginn an sympathisch, Sprachbarrieren oder Vorurteile gab es keine zwischen dem Churer und der Frankfurterin. Den Antrag hatte Claudio von langer Hand geplant und seine Jana ganz romantisch beim Essen auf Schloss Weinstein gefragt. Das schön gelegene Restaurant auf der Anhöhe bei Marbach hatten sie sofort auch für den Empfang nach dem Standesamt gebucht.

Bevor es aber losgehen konnte mit dem Heiraten, musste zunächst alles geplant werden. Anderthalb Jahre ließen sie sich Zeit, die Hochzeit perfekt vorzubereiten. Die Wahl der Location war dabei mit am Schwierigsten, da viele Restaurants ein Limit für die Personenanzahl hatten oder tatsächlich schon früh ausgebucht waren. Am Ende konnten sie das Konzil in Konstanz mit der großen Terrasse zum See hin für die Feier gewinnen und für Sekt und Häppchen nach der Trauung sollte es das Dreispitz in Kreuzlingen werden – eben ganz international.

Die Planung

Nachdem die Location geklärt war, fiel Jana zufällig eine wunderschöne aufklappbare Einladung auf, schlicht und elegant in Weiß und Gold – und schon entwickelte sich ein Farb- und Dekokonzept, zu dem die beiden viele Inspirationen bei Pinterest fanden. Daraus erwuchsen weitere Ideen, die es ganz einfach machten, alles Weitere zu planen.

Die Blumenarrangements wurden von Franziska Bürgi-Rey vom Blumenraum in Kreuzlingen passend gewählt und Sandra Brumm von Torten Paradies in Konstanz hatte gleich eine tolle Idee für eine wunderschöne Hochzeitstorte. Vieles machte das Paar aber auch selbst, wie die Blumenvasen und Kerzenständer für die Tischdekoration.

Ihr Traumkleid fand Jana auch eher zufällig: Bei einem Einkaufsbummel durch die Singener Innenstadt fiel ihr in einem Schaufenster des kleinen Geschäfts Capriccio ein Kleid auf, in das sie sich auf den ersten Blick verliebte – Schicksal, so wie bei ihr und Claudio.

Etwas mühsamer für das internationale Paar war die Vorbereitung der standesamtlichen Hochzeit. Damit die beiden in der Schweiz heiraten durften, mussten sie auch eine Erlaubnis des deutschen Amtes einholen und einen Ehevorbereitungskurs besuchen. Eine deutsch-schweizerische Hochzeit ist also nichts für Kurzentschlossene. Dafür gab sich die Standesbeamtin in St. Gallen besonders viel Mühe mit der Dekorierung des Saals und ihrer Traurede. Mit dabei war nur der engste Kreis – eine schöne intime Feier mit den Trauzeugen, den besten Freunden und den Müttern.

Die Deko bei der anschließenden Feier auf Schloss Weinstein hatte Friedrich Diener, Pächter des Restaurants und langjähriger Freund der beiden, passend zum Farbkonzept der gesamten Hochzeit gewählt und eine Traumtafel in Weiß und Gold gezaubert. Das köstliche Essen und das überraschend schöne Aprilwetter rundeten den perfekten Tag ab.

Dann war er da, der Hochzeitstag

Trotz perfekter Planung und Vorbereitung war Jana an ihrem großen Tag ganz schön aufgeregt. Um 4 Uhr war sie schon hellwach und fing an zu bügeln – Beschäftigungstherapie. Die Nervosität schlug aber schnell in Vorfreude um, als sie sich im Hinterzimmer der Kirche – wunderschön zurechtgemacht von Visagistin Maja von Hairstyle Kreuzlingen – in ihrem Traumkleid sah. Gern hätte sie hier einen Moment für sich gehabt, aber alle Freundinnen wollten die zauberhafte Braut noch einmal sehen. Als dann Céline, die Schwester des Bräutigams vor ihr in Tränen ausbrach, war das Glück vollkommen.

Auch Janas Zukünftiger strahlte bis über beide Ohren, als er seine Braut zum ersten Mal sah. Bevor sie zusammen vor den Traualter treten sollten, hatten sie hier vor der Kirche noch einen Moment ganz für sich – ein Augenblick, den sie nie vergessen werden. Als die beiden die Kirche betraten, erklang Lohengrins Brautchor als Hornquartett. Janas Mutter selbst spielte mit und konnte so ihre Tochter auf dem Weg zum Traualtar begleiten. Ein Highlight war auch „Götti-Maitli“ Valentina, Claudios Patenkind, das als Blumenmädchen fungierte. Für die Deko in der schön schlicht gehaltenen evangelischen Kirche in Kreuzlingen hatte Claudio die Idee gehabt, die Blumenarrangements auf Säulen anzurichten, sodass sie wie durch eine Allee zum Altar schreiten konnten.

 

Die Traurede des Pfarrers war sehr rührend und persönlich gestaltet; das eine oder andere Freudentränchen wurde dabei verdrückt. Zur Vorbereitung war der Pfarrer extra zu den beiden nach Hause gekommen, um ihre Kennenlern-Geschichte zu erfahren und die Rede so auf sie zuschneiden zu können. Ein sogenannter „Tätschmeister“, der Bruder des Bräutigams, sorgte während der Trauung dafür, dass alles glatt lief und auch, dass keine störenden Handys die Zeremonie unterbrechen würden. Und damit jeder wusste, wann alle aufstehen sollten, wurde ein Messmer bestimmt, der die Gäste durch die Trauung führte – alles war perfekt organisiert. Das Brautpaar konnte sich also einfach zurücklehnen und den emotionalen Moment genießen. Auch die Fotografin Stefanie Heublein hielt sich professionell im Hintergrund, um die Stimmung nicht zu stören.

Vor der Kirche erwartete das frisch vermählte Paar nicht nur die Hockeymannschaft von Claudio, sondern auch seine Arbeitskollegen von Fahrion & Partner Gartenbau. Mit Hockeyschlägern und Gartengeräten bildeten sie ein farbenprächtiges Spalier. Dann ging es zu Fuß zum Vorplatz des Dreispitz in Kreuzlingen, das genügend Platz für Sekt und Häppchen mit allen Gästen bot. Hier konnten es sich alle zur stimmungsvollen Musik von Two Souls auf den Bierbänken gemütlich machen. Ein Highlight für Jana waren die vielen goldenen Luftballons, die in den Himmel stiegen. Ganze 15 Karten kamen im Nachhinein mit Hochzeitsglückwünschen zurück, eine sogar den ganzen Weg aus Genua.

 

Um die Hochzeitsgesellschaft dann in einem Schwung über die Grenze zum Konzil nach Konstanz zu bringen, hatten Jana und Claudio die Idee, mit allen gemeinsam Bus zu fahren. Das war nicht nur günstig, sondern machte auch der gesamten Familie Spaß – wie auch den schaulustigen Mitfahrern sowie dem erstaunten Busfahrer. Bei der ausgelassenen Feier im Konzil wurde dann bis in die Nacht hinein gesungen und getanzt. DJ Mäx Power sorgte für so viel Stimmung, dass sogar die steifsten Verwandten auf die Tanzfläche strömten. Für ebenso viel Spaß sorgte die Fotobox von Knipsbox – und für zahlreiche lustige Erinnerungen. Nach dem romantischen Hochzeitstanz zu Elvis Presleys „Cant‘t help falling in love“ wechselte Jana dann in ein schlichtes weißes Sommerkleid und konnte so ausgelassen mit den anderen tanzen und feiern.

„Die Mischung macht’s eben!“

Fotos: Stefanie Heublein
Text: Viviane Mewes